„The Last Skipper“ des Zerstörer LÜTJENS (D185) zu Gast bei uns in Oldenburg/Holst.
Mit seinem Vortrag „Ein Bettlaken schreibt Geschichte“ begeisterte Fregattenkapitän a.D. Michael Meding Mitglieder und Gäste gleichermaßen.
Das Erfolgsrezept war einfach: Man braucht mindestens einen ehemaligen Zerstörerfahrer in den eigenen Reihen, der den Kontakt zum letzten Kommandanten des Zerstörers LÜTJENS (D185), Fregattenkapitän a.D. Michael Meding, herstellt – und man lädt ihn ein. Genau das setzte die Marinekameradschaft Oldenburg/Holst in die Tat um.
Da zudem eine bereits geplante Urlaubsreise von Michael Meding aus dem Saarland an die Ostseeküste anstand, ließ sich ein Besuch bei der Marinekameradschaft ideal in das Programm integrieren.
Bereits am Vorabend wurde bei einem kleinen „meet and greet“ mit Michael Meding,
seiner Ehefrau und einer mitreisenden Freundin sowie einigen Mitgliedern der MK der Grundstein für einen gelungenen Abend gelegt.
Unter dem Titel „Ein Bettlaken schreibt Geschichte“ berichtete Michael Meding äußerst kurzweilig und mit spürbarer persönlicher Anteilnahme über ein besonderes Kapitel deutscher Marinegeschichte. Zu Beginn erläuterte er die Rolle der Zerstörer in der Deutschen Marine, die Einsatzvorbereitung von Kriegsschiffen, deren Besatzungen sowie die technischen Hintergründe.
Anschließend schilderte er die Hintergründe jener mittlerweile legendären
Bettlaken-Aktion der damaligen Besatzung des Zerstörer LÜTJENS nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001.
Eindrucksvoll beschrieb er, wie aus einer spontanen Geste der Anteilnahme auf hoher See ein Ereignis wurde, das weit über die Grenzen der Deutschen Marine hinaus Beachtung fand. Ebenso spannend waren seine Ausführungen über die Reaktionen aus Washington sowie den weiteren Weg dieser Geschichte durch die militärischen und politischen Ebenen in Deutschland.
Nach rund einer Stunde endete der Vortrag, nicht jedoch der Abend. Beim anschließenden Klönabend nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, mit dem „last Skipper“ der LÜTJENS persönlich ins Gespräch zu kommen und offene Fragen zu stellen.
Wer nun glaubte, der Abend würde bald ausklingen, sah sich getäuscht. Gegen
23.15 Uhr wurde spontan ein „Mittelwächter“ in Form von Bockwurst mit Senf angeboten.
Ein maritimer Abschluss, der bei allen Beteiligten bestens ankam.
Am Ende herrschte Einigkeit:
„Bravo Zulu“ für einen rundum gelungenen Abend, einen hervorragenden Vortrag und sympathische Gäste. Ein Wiedersehen ist bereits in Planung.


















